Ausstellung in Mainz: Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948

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vom 09.11. bis 25.11.2011 (Eröffnungsveranstaltung am 9.11.11, 19 Uhr (s. u.)
in der Kirche der Evangelischen Studierenden Gemeinde (ESG) Mainz (Am Ginsenheimer Spieß 10, 55122 Mainz)
Öffnungszeiten: Montag – Freitag, 9 bis 20 Uhr
Eintritt frei

In Israel werden die Ereignisse um 1948, die mit der Ausrufung des israelischen Staates verbunden waren, als Wiedergeburt nach zweitausendjährigem Exil und nach Jahrhunderte langer Verfolgung gefeiert. Den überwiegenden Teil der Palästinenser haben diese Ereignisse dagegen zu einem Volk von Flüchtlingen gemacht, die sich ihrer Heimat und ihres Besitzes beraubt sehen, ohne Aussicht auf nationale Selbstbestimmung, geschweige denn auf Entschädigung oder gar Rückkehr. Die aus der Ermordung von Millionen Juden im Nationalsozialismus erwachsene deutsche Schuld hat dazu geführt, dass Gesellschaft, Politik und Medien ganz überwiegend das israelische Verständnis dieses Zeitabschnitts verinnerlicht haben. Dadurch wurde der Blick auf das Leid des palästinensischen Volkes verstellt. Die Thematisierung der Flucht und Vertreibung dieser Menschen, erst recht ihrer Forderungen nach Rückkehr und Entschädigung, gilt bis heute vielfach als Tabubruch. Wir sind aber überzeugt, dass ohne die Kenntnis und ohne eine gebührende Anerkennung dieser Seite des Konflikts Aussöhnung, Gerechtigkeit und Frieden im Nahen Osten keine Chance haben werden.

Die Wanderausstellung wurde 2008 vom Verein Flüchtlingskinder im Libanon e.V. erarbeitet und von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg und vom Evangelischen Entwicklungsdienst gefördert

Veranstalter in Main: Hochschulgruppe für gerechten Frieden in Palästina und Israel an der Uni Mainz (HGPI)

Unterstützt wird die Ausstellung in Mainz von:


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