Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948″
Mittwoch, 9.11.2011, 19:00 Uhr
Katholische Hochschulgemeinde Mainz
(Saarstraße 20, 55122 Mainz)
Newmansaal
Eintritt Frei
Ni‘lin ist ein palästinensiches Dorf im Westjordanland direkt an der Grünen Linie gelegen. Der Bau einer Trennmauer entlang der Linie auf den Feldern des Dorfes wird von Israel seit Jahren vorangetrieben. Dies geht mit tiefen Einschnitten in die Grundrechte der palästinensischen Einwohner einher. Doch die Bewohner wollen sich ihre Rechte nicht widerstandslos nehmen lassen. Seit die israelische Armee am 27.8.2008 ins Dorf kam, begannen die Bewohner friedlich zu protestieren. Viele von ihnen sind seither von der israelischen Armee verletzt oder gefangen genommen worden.
Saeed Amrieh, 20 Jahre alt, lebt in Ni’lin. Derzeit ist er auf Rundreise in Europa, um über das Leben der Einwohner von Ni’lin mit der Mauer zu berichten. Die meisten Einwohner des Dorfes sind Landwirte, doch große Flächen ihrer Felder sind ihnen durch die Mauer und israelische Siedlungen versperrt. Selbst Felder, die auf „ihrer“ Seite der Mauer liegen, gehören zur „Closed Military Area“, die sie nicht betreten dürfen.
Der Vortrag wird auf Englisch sein.
Nach der Veranstaltung wird die Nakba-Ausstellung in der Kirche der Evangelischen Studierenden Gemeinde (ESG) eröffnet.